Ein Pionierprojekt

Der Nationale Rat für Armutsfragen ist in der Schweiz ein Pionierprojekt und befindet sich 2026 bis 2028 in einer Pilotphase.

Unabhängig und eigenständig

Der Nationale Rat für Armutsfragen ist organisatorisch und politisch unabhängig und eigenständig. Finanziert wird er durch Stiftungen und Beiträge von Partnerorganisationen.

Dialog

Der Nationale Rat für Armutsfragen fördert den Dialog zwischen Menschen mit Armutserfahrung und der Politik, der Verwaltung und der Gesellschaft. Er setzt Impulse in der Armutsprävention und -bekämpfung

Interessenvertretung

Der Nationale Rat für Armutsfragen gibt Menschen mit Armutserfahrung die Möglichkeit, ihre Interessen aktiv und langfristig zu vertreten. Ihre Erfahrungen fliessen in die Ausgestaltung und Umsetzung von Massnahmen zur Armutsprävention und -bekämpfung ein.

Im Fokus

Lancierung Nationaler Rat für Armutsfragen

Lancierung Nationaler Rat für Armutsfragen

Montag, November 9, 2026 Medienmitteilung

Im Rahmen einer Medienkonferenz in Bern hat der Rat sich und seine Arbeit der Öffentlichkeit vorgestellt. Am Nachmittag fand in Anwesenheit von Fachleuten und politischen Persönlichkeiten die offizielle Lancierungsveranstaltung statt.

In politischen Debatten bleibt die Stimme armutserfahrener Personen oft ungehört, obwohl in der Schweiz rund 750'000 armutsbetroffene Menschen und etwa 1,45 Millionen armutsgefährdet Menschen leben. Durch den neu geschaffenen Nationalen Rat für Armutsfragen soll sich das nun ändern.

Ein unabhängiges, gemischtes Gremium

Der Nationale Rat für Armutsfragen ist ein unabhängiges Gremium im Rahmen der Nationalen Struktur zur Prävention und Bekämpfung von Armut. Er vertritt die Interessen von Menschen in Armut gegenüber der Öffentlichkeit, den Behörden und den Organisationen. Der Rat besteht aus elf armutserfahrenen Personen aus allen Landesregionen. Sie repräsentieren unterschiedliche Altersgruppen, Lebensläufe und Hintergründe. Beraten und unterstützt werden die Ratsmitglieder von sechs Fachleuten aus NGOs, Behörden, Politik und Wissenschaft. Durch das Zusammenwirken von Erfahrungswissen und Fachexpertise entstehen Lösungen, die im Alltag von armutsbetroffenen Menschen funktionieren und in der Schweizer Politik Gehör finden.

Ein Engagement für die Menschenwürde

Der Rat setzt sich für eine Schweiz ein, in der Armut weder beschämt noch ausgrenzt und in der alle Menschen ihre Rechte wahrnehmen, am gesellschaftlichen Leben teilhaben und ein selbstbestimmtes Leben in Würde führen können. Damit dies gelingt, muss Armutspolitik mit Menschen gestaltet werden, die Armut aus eigener Erfahrung kennen. Der Rat für Armutsfragen bringt ihr gebündeltes Erfahrungswissen in Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Öffentlichkeit ein und trägt so zu wirksamen und menschenwürdigen Lösungen bei.

Als inhaltliche Schwerpunkte hat sich der Rat auf vier Fokusthemen festgelegt, mit denen er sich in den kommenden Monaten und Jahren beschäftigen wird: das System der Sozialen Sicherheit; die gesellschaftliche Diskriminierung und Stigmatisierung der Menschen, die in Armut leben; den Zusammenhang von Armut und Gesundheit; und die rechtlichen Schwierigkeiten und der Zugang zum Recht.

Ein Pionierprojekt

Der Rat für Armutsfragen ist in der Schweiz ein Pionierprojekt und befindet sich 2026 bis 2028 in einer Pilotphase. Im Jahr 2024 genehmigte der Bundesrat die Schaffung einer Struktur zur Prävention und Bekämpfung von Armut auf nationaler Ebene. Der Nationale Rat für Armutsfragen ist ein Bestandteil dieser Struktur.

Auskünfte:

Sekretariat des Nationalen Rats für Armutsfragen
www.armutsrat.ch
info@armutsrat.ch
078 453 02 70 (Michael Zeier)

Achtung: wegen dem Lancierungsanlass ist am Montag Nachmittag niemand erreichbar.

Der RAt in Zahlen 

Fakten, die Sie vielleicht wissen möchten

ca.750'000

armutsbetroffene
menschen in der schweiz

17

ratsMitglieder mit und ohne armutserfahrung

2026-2028

3 jahre pilotphase

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